Online berichtete die ARD (tagesschau.de) unter der Überschrift „Was in der Linksjugend sagbar ist“ über eine angebliche Verherrlichung von Stalin und Honecker durch einen Landessprecher der Linksjugend Hamburg. Konkret bezieht sich das Medium auf die Profilbeschreibung in einem internen Forum. Auch der Bayerische Rundfunk berichtete. Beide Sender wurden heute anwaltlich zur Unterlassung aufgefordert.
Was in der Berichterstattung nicht erwähnt wurde: Unmittelbar im Anschluss an die zitierten Äußerungen stellte der Betroffene klar, dass es sich um Satire handelt. Wörtlich hieß es wie folgt:
„disclaimer: alles, was ich im forum poste ist als satire zu vestehen. eine ernstgemeinte nutzung dieses forums, welche meine persönliche meinung abbildet findet nicht statt.“
Rechtsanwalt Dr. Jasper Prigge, der den Betroffenen vertritt, erklärt hierzu: „Mit der Profilbeschreibung wurden erkennbar lediglich gängige Vorurteile gegenüber jungen Linken persifliert. Das ist anhand der uns vorliegenden Screenshots eindeutig belegt. Die Berichterstattung stellt daher eine Verletzung journalistischer Standards und der Persönlichkeitsrechte unseres Mandanten dar. Wir werden aus diesem Grunde auch gegen Folgeberichterstattungen juristisch vorgehen.“

